Seminararbeiten wie vom Fließband
Als wir uns für das moderne Bachelor-Design-Studium entschieden, freuten wir uns auf Partys, aufs Shoppen und viel freie Zeit, die wir in Berlin genießen könnten. In den ersten beiden Semestern war das ja auch noch möglich – bis die ersten Seminararbeiten anstanden.
Denn dabei handelte es sich nicht nur um eine, sondern gleich um fünf, die innerhalb von einem Monat geschrieben werden mussten. Dazu kamen Referate, mündliche Prüfungen und Klausuren. Da war das Studium doch nicht mehr so schön wie zunächst erträumt!
Wir kauften erst einmal Tintenpatronen für unser Multifunktionsgerät, das in der Küche steht. Doch als wir die Patronen nach einigen Ausdrucken von Hausarbeiten schon wieder wechseln mussten, entschieden wir uns für Refill Tintenpatronen und füllen diese seitdem selbst mit Tinte nach. Wie oft uns das schon gerettet hat! Denn gerade kurz vor dem Abgabetermin ist die Patrone meist leer. Wenn das jetzt passiert, haben wir noch ausreichend Tinte, mit der wir den Toner nachfüllen können. Einen Monat lang herrschte in unserer WG der Ausnahmezustand. Jeder blieb in seinem privaten Zimmer, schrieb, dachte nach und schrieb wieder, durchwälzte Bücher und kam nur ab und zu raus, um sich einen Kaffee oder etwas Essbares zu schnappen. Wir müssen zugeben, dass auch diejenigen Pausen nicht zur kurz kamen, in denen wir in ein Café in die Stadt gingen oder beim Shoppen abschalteten. Auch wenn man dringend Seminararbeiten verfassen muss, darf man das alltägliche Leben nicht vergessen. Eine Pause lockert zudem die Gedanken und fördert die Konzentration. Schließlich ging es danach gleich viel leichter.
Nach einem Monat harter Arbeit waren wir dann endlich fertig. Unsere Seminararbeiten und Klausuren waren geschrieben, die mündlichen Prüfungen überstanden und die Referate gemeistert. Da wir dank der Refill Tintenpatronen günstig drucken konnten, gingen wir anschließend erst einmal ordentlich feiern und denken solange nicht mehr daran, bis die Prozedur in einem halben Jahr schon wieder losgeht.

