Junggesellinnenabschied auf der Oranienburger Straße
Vor einem halben Jahr lernte Lizzy Tobias kennen, einen jungen attraktiven Mann, der von uns ausgiebig begutachtet wurde und gegen den wir als ihren Partner absolut nichts einzuwenden hatten. Eher überrascht waren wir, als uns Lizzy verkündete, dass sie ihn bereits im Sommer heiraten wollte. Denn jetzt hatten wir viel zu tun, einen unvergesslichen Junggesellinnenabschied zu organisieren, was jedoch eine unserer leichtesten Übungen wurde. Nachdem wir günstige Trauringe gefunden hatten, stand die Partynacht des Jahrtausends an.
Wir entschlossen uns dazu, auf der Oranienburger Straße zu feiern, der Partymeile in Berlin. Wir hatten noch andere Freundinnen von der Uni zusammengetrommelt und durchliefen die Straßen im coolen Einheitslook. Wir trugen kurze schwarze Röcke, pinke T-Shirts mit unseren Namen und frechen Sprüchen. Zudem erschienen wir nicht einfach so an der Location, sondern ließen uns in einer Stretchlimousine fahren und schindeten damit schon vorm Aussteigen massig Eindruck. Während der Fahrt stießen wir erst einmal ordentlich mit Champagner an und freuten uns auf eine aufregende Partynacht. Nur die schwangere Cindy hielt sich etwas zurück, damit ihr Baby im Leipold Stubenwagen später keinen Alkoholschock erleiden würde.
Nachdem wir ausgestiegen waren, verteilten wir erst einmal Geschenke an die Passanten, natürlich hauptsächlich Kondome, Gleitgels und kleine Schnapsflaschen, denn Zuckerbonbons, Luftschlangen oder eine Zuckertüte erwartete von den Berlinern bei Nacht sicher niemand. Dann ging es von Bar zu Bar und von Club zu Club. Wir tranken viel, flirteten, tanzten, sangen Karaoke, lachten viel und genossen den Abend. Ein ganz besonderes Extra hatten wir uns für den Schluss überlegt: einen muskulösen Stripper, der Lizzy nochmal richtig verführte. Das war wirklich ein voller Erfolg, wie hoffentlich auch die Hochzeit sein wird, die in einiger Zeit, nach ausreichender Erholungsphase, stattfindet.

